Interessantes aus der Umgebung


Kunstlandschaft im Norden

Wer kennt schon diese Plastik?

Die Symbolplastik wurde für die Straßenmeistereien im Land angefertigt und stand an verschiedenen Orten, u.a. auch in Eckernförde. Die Formensprache und die Farb- und Motivwahl orientiert sich an den typischen Signalelementen im Straßenverkehr und fügt diese dynamisch und lebendig zusammen. Die Kombination mit einem Bauteil der alten Schleibrücke Kappeln ist eine Süderbraruper Eigenkreation.

 

Viele Kunstwerke im öffentlichen Raum sind relativ unbekannt und teilweise auch schwer zu entdecken. Jan Petersen hat in jahrelanger Arbeit diese Kunstwerke gesucht und auch über ihren Hintergrund recherchiert.

 

Seine Ergebnisse sind zu sehen auf der Internetseite www.sh-kunst.de

 


Langbett Karlsminde

Langbett Waabs/Karlsminde (Foto shz)
Langbett Waabs/Karlsminde (Foto shz)

Das Langbett in Karlsminde ist ein Hünengrab, welches ursprünglich aus der Jungsteinzeit um etwa 2.500 vor Christus stammt. Als Hünengrab bezeichnet man im Norddeutschen Megalithanlagen, die aus Findlingen oder großen Steinen bestehen. Hüne bedeutet hierbei Riese, es ist somit sinngemäß ein „Grab für Riesen“. Tatsächlich ist es jedoch schlichtweg eine riesige Grabanlage, die durch große Findlinge verschlossen wurde.

Das 56 Meter lange Langbett von Karlsminde wurde zwischen den Jahren 1976 und 1978 restauriert. Heute ist es ein imposant wirkendes, archäologisches Denkmal, ein wahrhaft steiniges Kunstwerk, welches für Interessierte öffentlich zugänglich ist und besichtigt werden kann. Es besteht aus Findlingen mit einem Gewicht von jeweils bis zu 2,5 Tonnen.

Die Kammern des Grabs waren einst eine letzte Ruhestätte. Für das Leben „auf der anderen Seite“ übergab man den scheidenden Menschen landwirtschaftliche Geräte, wertvollen Schmuck und Tongeschirr in die Ruhestätte.

Innerhalb des Hügelmantels vom Langbett in Karlsminde wurden außerdem Urnengräber aus der Eiszeit gefunden, die belegen, dass die Grabstätte bis nach Christi Geburt genutzt wurde. Umgeben von hohen, grünen Bäumen liegt das Langbett Karlsminde idyllisch ruhend zwischen den Gütern Hohenstein und Ludwigsburg. Auch heute spürt man dort noch die entspannte Ruhe inmitten schöner Natur. (Text OfS - https://www.ostseefjordschlei.de/regionen-und-staedte/schwansen/langbett-karlsminde/)


Mausoleum Hemmelmark

Auf den Spuren von Prinz Heinrich, dem Bruder des letzten Kaisers, der Norddeutschland, Hamburg, Technik, Autos... liebte.

Manche erkannten den hoch gewachsenen Mann gar nicht, wenn er im offenen Benz durch Hamburg fuhr. Andere winkten ehrfürchtig, und es kam nicht selten vor, dass ihr Gruß freundlich erwidert wurde.

Prinz Heinrich von Preußen, jüngerer Bruder von Kaiser Wilhelm II., Admiral und Technik-Freak, galt als leutseliger Typ, der zwar durchaus „königlich“ auftrat, aber eigentlich die einfache Lebensweise bevorzugte.

Sein ganzes Leben lang stand der 1862 geborene Heinrich im Schatten des drei Jahre älteren Bruders, dem er sich aber immer bedingungslos loyal unterordnete.

Nach dem Ende des Krieges und dem Untergang der Monarchie zog sich Prinz Heinrich als Privatier nach Hemmelmark zurück, Hamburg besuchte er weiterhin häufig.

In der Nähe des im Tudorstil erbauten Gutes Hemmelmark, das sich heute nicht mehr im Besitz der Heinrich-Nachfahren befindet, steht mitten auf einem Acker ein großes Mausoleum. Hier fand Prinz Heinrich, der genau wie sein Vater Friedrich III. ein starker Raucher war und genau wie dieser an Kehlkopfkrebs starb, im Jahr 1929 seine letzte Ruhe.

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